Recht

Dr. Friedmann & Partner mbB, Ihr Anwalt in Bruchsal: Verkehrskontrolle

Verhalten bei einer Verkehrskontrolle

Eine Verkehrskontrolle ist für jeden Verkehrsteilnehmer ein außergewöhnliches Ereignis. Auch wenn man ein reines Gewissen hat, ist es die Regel, dass man aufgeregt ist.

Hier unsere Rechtstipps, wie Sie sich verhalten sollten:

1. Ruhig bleiben

Das Wichtigste bei einer Verkehrskontrolle ist, die Ruhe zu bewahren. Vermeiden Sie unüberlegtes Reden. Je nach Anlass der Kontrolle kann in einem späteren Verfahren alles, was Sie unüberlegt äußern, gegen Sie verwendet werden. Der Drang, sich zu rechtfertigen ist sicherlich groß, jedoch müssen Sie immer bedenken, dass die Polizeibeamten jedes Wort protokollieren. Hinzu kommt, dass Sie es mit Profis zu tun haben, die tagtäglich Verkehrskontrollen durchführen, während Sie sich in einer Ausnahmesituation befinden. 

Sie sind dazu verpflichtet, auf ein Zeichen der Polizei zu reagieren und anzuhalten. Sie müssen Motor und Radio abschalten sowie die Scheibe runterlassen. Auf Aufforderung müssen Sie aus dem Auto aussteigen, sowie die Fahrzeugpapiere übergeben und Angaben zur Person machen. Geben Sie den Beamten außerdem die Möglichkeit, sich vom Zustand und der Beladung des Autos zu überzeugen. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung müssen Sie beweisen, dass Sie Warndreieck und Verbandskasten mit sich führen.

2. Reden ist Silber, Schweigen ist…….

Auf andere Fragen als zu Ihren Personalien antworten Sie stets, dass Sie sich hierzu derzeit nicht äußern wollen. Nach der Kontrolle bleibt ausreichend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob und wie man sich äußert, wobei es ratsam ist, einen Fachanwalt für Verkehrsrecht zu konsultieren.

Beispiel: Sollte der Verdacht einer Trunkenheitsfahrt gegen Sie im Raum stehen, so können Angaben zum Trinkverhalten dazu führen, dass von einer Alkoholgewöhnung und regelmäßigem starkem Konsum ausgegangen wird, was zu der Anordnung einer medizinisch psychologischen Untersuchung (MPU) führen kann.

 

Ebenso verhält es sich bei dem Verdacht, dass Sie unter Cannabiseinfluss gefahren sind. Eine medizinisch psychologische Untersuchung darf bei Cannabiskonsum nur dann angeordnet werden, wenn ein regelmäßiges Konsumverhalten nachgewiesen werden kann.

3. Freiwilliger Atemalkoholtest / freiwilliger Drogenschnelltest oder niemand muss sich selbst belasten

Sowohl der Drogenschnelltest, als auch der Atemalkoholtest ist freiwillig. Das bedeutet, dass Sie nicht dazu verpflichtet sind, einem solchen Test zuzustimmen. Auch wenn Ihnen die Polizei etwas anderes suggeriert, ist es so, dass im Falle eines, positiven Schnelltestes ohnehin noch Blut abgenommen wird, da nur der Blutwert in einem gerichtlichen Verfahren verwertbar ist.

Der Schnelltest dient lediglich zur Erhärtung eines Anfangsverdachts. Es ist daher nur dann ratsam, einem solchen Test zuzustimmen, wenn Sie sich sicher sind, dass keinerlei Drogen/Alkoholrückstände vorhanden sind. Hierbei ist auch zu beachten, dass die Drogenschnelltests oft ungenau sind und ein positives Ergebnis anzeigen, obwohl die Grenzwerte im Blut nicht überschritten werden.

Schließlich sollten Sie immer bedenken, dass sich Cannabis sehr langsam abbaut, so dass Sie auch nach mehreren Tagen Abstinenz nicht sicher sein können, dass der Schnelltest negativ ausfällt.

Auch sonstige Tests, die durch die Polizei durchgeführt werden (Torkeltest, Überprüfung der Pupillenreaktion etc.) sind freiwillig.

4. Durchsuchung des Fahrzeugs

 

Sie müssen weder Ihr Handy, noch die Inhalte von im Fahrzeug befindlichen Rucksäcken/Koffern/Taschen überprüfen lassen. Das Fahrzeug darf weder betreten werden, noch darf der Kofferraum von den Beamten geöffnet werden.

 

Sagen Sie freundlich, aber bestimmt, dass Sie mit derartigen Durchsuchungsmaßnahmen ohne richterlichen Beschluss nicht einverstanden sind.

5. Fachanwalt für Verkehrsrecht einschalten

 

Schalten Sie im Zweifelsfall einen Fachanwalt für Verkehrsrecht ein, bevor Sie sich äußern.

Gerne steht Ihnen Frau Stefanie Wagenblast mit Ihrer langjährigen Erfahrung rund um das Verkehrsrecht und Verkehrsstrafrecht zur Seite.

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